2019 Ostbayern

Wir müssen für unsere Schottland-Reise „üben“. Und so haben wir uns entschieden, das Pfingstwochenende zu nutzen um vier Tage Motorrad zu fahren.

Christiane hat sich den Freitag ebenso frei genommen wie Henrik. Die „Tour“ beginnt ziemlich früh, denn Henrik hat am Vormittag noch einen Termin beim Zahnarzt – und der ist aus historischen Gründen immer noch beim Zahnarzt des Vertrauens in Kolbermoor.
Danach geht es aber richtig los: Wir haben uns für Ostbayern entschieden, um nicht am ersten Pfingstferienwochenende in den Bergen im Stau zu stehen. Somit geht es erst einmal Richtung Passau. Kurz hinter Rosenheim – ja ist denn schon Mittag – machen wir Pause am Erlensee. Und ein Blick ins WWW lässt uns den Weg nach Pfarrkirchen i. NB nehmen. Wahrscheinlich reicht uns das von der heutigen Strecke. Bei schönstem Wetter und kurvenreicher Strecke grooven wir uns gut ein und entscheiden dann wirklich in Pfarrkirchen die erste Übernachtung einzulegen. Im Münchner Hof haben wir in der Altstadt eine gute Unterkunft und einen kurzen Spaziergang später gleich um die Ecke eine gute Tapas-Lounge gefunden. Der erste Tag geht sehr warm und schön zu Ende.

Am nächste Morgen – nach gutem Frühstück – fahren wir ins nur gut 50 Kilometer entfernte Passau. Einmal über den Inn und zurück und wir machen eine Kaffeepause direkt an der Innpromenade. Und weil die Hängebrücke über die Donau aufgrund einer Veranstaltung nicht – wie vom Motorrad-Navi ausgesucht – befahrbar ist, kommen wir sogar noch zu einer ungewollten, aber sehenswerten Altstadtrundfahrt.
Die Tour führt uns weiter in den Bayerischen Wald – kleine Straßen, wenig Verkehr, schöne Landschaft. Nur mit den Gastwirtschaften ist es nicht so einfach: Der Vorteil der kurvenreichen Strecken und Wege, die unser Navi aussucht, hat die Ausprägung, dass wir eben auch nicht immer dort fahren, wo es touristisch ausgeprägte Gastronomieinfrastruktur gibt. So auch heute und wir weichen daher aktiv von der Route ab, um in Freyung Mittagspause machen zu können.
Unser Ziel für heute ist Zwiesel – wir haben ein Zimmer in einer ruhigen Pension mit sehr freundlichen Wirtsleuten, die uns für den Abend das Weinlokal Wein Veritas empfehlen – danke dafür. Im Wein Veritas werden wir aufs Beste versorgt – und auch hier nochmals die Entschuldigung an die Zwieseler, denn ein so ein hervorragendes Restaurant hatten wir bei Euch nicht erwartet. Alleine dafür kommen wir wieder!

Am nächsten Morgen bekommen wir ein besonders reichhaltiges und liebevolles Frühstück. Und dann machen wir uns auf in den dritten Fahrtag.
Das Ziel haben wir bereits am Vortag festgelegt: Unser Sohn Johannes ist der ehrenamtlicher Leiter der Ferienaktion Walkabout in Gaisthal. Unangekündigt – aber nicht ganz unvermutet – bekommen wir einen Zeltplatzkaffee, einen Eindruck von der Freizeit (schließlich sind wir ja auch Fördermitglieder bei Spielratz) und freuen uns auch, die anderen uns bekannten Leiter Samson und Flitz kurz zu sehen. Natürlich sind wir nach 20 Minuten wieder weg – wir wollen die Freizeit ja nicht stören.
Weiter geht es nur ein paar Kilometer – es ist Mittagszeit und wir gönnen uns ein Stückchen Kuchen.
Und weil wir ja morgen den letzten Fahrtag haben und wieder heim müssen, freuen wir uns, dass es nach kurzer telefonischer Nachfrage geklappt hat, dass wir die dritte Nacht im Hotel Restaurant Bauer in Hersbruck verbringen können. Hier waren wir schon zweimal und wissen, dass wir es uns hier gut gehen lassen können.

Für den Heimweg am Pfingstmontag hat sich unser Navi dann eine ganz neue Strecke ausgesucht (Woher weiß „Ruth“, dass wir von Hersbruck anders fahren wollen, als beim letzten Mal?). Die Strecke führt über durchs Altmühltal am Kindinger Berg (tolle Straßen und prima zum Biken) vorbei, Ingolstadt und Schrobenhausen.
Zwar entscheiden wir uns aufgrund eines kurzen Landregens bei Neumarkt und die Regenkluft überzuziehen, aber es ist heute wieder ausreichend kühl und schon vor Ingolstadt halten wir an und ziehen die Klamotten wieder aus.
Zuhause sind wir gegen 16 Uhr und erst zwei Stunden später geht hier in München ein bisschen die Welt unter – gut, dass wir so ein Unwetter nicht auf der Tour hatten.

Fazit

Ziel war es ja, nicht nur ein schönes Wochenende zu verbringen, sondern für unseren Schottland-Urlaub im Sommer zu „üben“. Vier Tage am Stück haben wir locker gepackt – auch wenn es für Schottland nicht das Ziel ist, jeden Tag zu fahren, wissen wir doch, dass wir es können.
Wir fahren jetzt im sechsten Jahr Motorrad (und ganzjährig mit unseren Scooter). Wir trauen uns also, uns routinierte Biker zu nennen – und freuen uns schon heute auf die Highlands.

Links

Spielratz, Verein für pädagogische Ferien- und Freizeitaktionen e.V.

Münchner Hof, Pfarrkirchen
Talou Tapas- & Cocktaillounge, Pfarrkirchen
Pension Haus Inge, Zwiesel
Wein Veritas, Zwiesel
Hotel Restaurant Bauer, Hersbruck

Ihr findet unsere Eindrücke zu den Hotels und Restaurants in unserem TripAdvisor Profil.

Bilder

Route