Da es hier im Hotel bis 10:30 Uhr Frühstück gibt, holen wir einen Teil des geraubten Schlafes der vergangenen Nacht nach und gehen etwas später als die letzten Tage frühstücken.
Kurz nach 11 Uhr machen uns dann auf den Weg zu Festung Würzburg.


Über die Alte Mainbrücke geht es von der Altstadt auf die andere Mainseite ins Mainviertel Zellerau.
Schon um 1120 war die Brücke Deutschlands erste Steinbrücke. Ihr heutiges Gesicht geht auf einen Neubau ab 1476 zurück, bei dem die anfänglichen Holzverbindungen 1512 durch Steinbögen ersetzt wurden. Um 1730 kamen die markanten, 4,5 Meter hohen barocken Heiligenfiguren hinzu. Die 1912 wurden sie fälschlicherweise als Baumaterial zerschlagen und 1945 im Krieg schwer beschädigt wurden und dank aufwendiger Restaurierung wieder in altem Glanz erstrahlen.

Über die Tellsteige …

… gekreuzt von einem Glänzenden Rosenkäfer geht es hinauf zur Festung Marienberg.





Die Festung Marienberg blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück, die als bronzezeitliche Siedlung und späterer Herzogssitz mit der ersten Würzburger Bischofskirche begann. Ab dem Jahr 1200 wurde sie zu einer monumentalen Burg ausgebaut. Nach der schwedischen Eroberung im Dreißigjährigen Krieg (1631) wurde die Anlage durch massive Bastionen erweitert, die noch heute ihr Erscheinungsbild prägen. Trotz schwerer Zerstörungen im Jahr 1945 und eines jahrzehntelangen Wiederaufbaus (bis 1990) blieben historische Highlights wie die Marienkirche von 706, der 40 Meter hohe Bergfried und das Brunnenhaus mit seiner tiefen Zisterne erhalten.



Von der Festung hat man einen tollen Ausblick an diesem gefühlt ersten Sommertag über den Main Würzburg.

Die Universitätsstadt Würzburg blickt auf eine über 1300-jährige Historie zurück. Im Jahr 704 entwickelte sich die Stadt durch die Bistumsgründung schnell zu einem geistlichen und weltlichen Machtzentrum in Franken. Trotz der verheerenden Zerstörung der Altstadt durch einen Bombenangriff im März 1945 gelang in den Nachkriegsjahrzehnten ein bewundernswerter, historisch getreuer Wiederaufbau des Stadtbildes. Ein herausragendes Merkmal dieses historischen Erbes ist die außergewöhnliche Kirchendichte, die Würzburg im Verhältnis zur Einwohnerzahl traditionell einen Spitzenplatz in Deutschland einbringt. Rund 60 Kirchen und Kapellen prägen die Silhouette der Stadt.

